Книга: Henrich Steffens «Was ich erlebte»

Was ich erlebte

Dieses Werk ist Teil der Buchreihe Tredition Classics. Der Verlag tredition aus Hamburg veroffentlicht in der Buchreihe Tredition Classics Werke aus mehr als zwei Jahrtausenden. Diese waren zu einem Grossteil vergriffen oder nur noch antiquarisch erhaltlich. Mit der Buchreihe Tredition Classics verfolgt tredition das Ziel, tausende Klassiker der Weltliteratur verschiedener Sprachen wieder als gedruckte Bucher zu verlegen - und das weltweit! Die Buchreihe dient zur Bewahrung der Literatur und Forderung der Kultur. Sie tragt so dazu bei, dass viele tausend Werke nicht in Vergessenheit geraten.

Издательство: "Tredition" (2011)

Формат: 130x200, 398 стр.

ISBN: 978-38424-9359-9

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Henrich Steffens

Henrich Steffens

Henrich Steffens (* 2. Mai 1773 in Stavanger, Norwegen; † 13. Februar 1845 in Berlin) war ein Philosoph, Naturforscher und Dichter. Der Vorname wird auch als Henrik oder Heinrich geschrieben.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Henrich Steffens, väterlicherseits deutscher Herkunft, [1] war über die Großmutter der mütterlichen Linie mit dem Theologen Frederik Grundtvig (1783-1872) verwandt.[2] Steffens widmete sich seit 1790 in Kopenhagen naturwissenschaftlichen Studien und bereiste dann Norwegen. 1796 hielt er an der Universität Kiel naturwissenschaftliche Vorlesungen, wandte sich aber schon im folgenden Jahr an die Universität Jena, wo er ein Anhänger von Schellings Naturphilosophie wurde. 1800 ging er an die Bergakademie Freiberg. Mit einer wissenschaftlichen Förderung durch den Mineralogen Abraham Gottlob Werner konnte Steffens Geognostische geologische Aufsätze ausarbeiten, die er später in seinem Handbuch der Oryktognosie weiter ausführte.

Nach seiner Rückkehr nach Dänemark 1802 hielt er Vorlesungen an der Kopenhagener Universität, ging aber 1804 als Professor nach Halle, wo er die Grundzüge der philosophischen Naturwissenschaft herausgab, und 1811 an die Universität Breslau. 1813 trat er in die Reihen der Freiwilligen ein und machte die Befreiungskriege bis zur ersten Einnahme von Paris mit. Nach dem Frieden kehrte er zu seinem akademischen Lehrerberuf nach Breslau zurück, folgte 1832 einem Ruf an die Universität zu Berlin. Hier zählten Karl Marx und Søren Kierkegaard zu seinen Hörern.[3]

Steffens setzte sich mit Zeitströmungen kritisch auseinander. In Breslau kam es zur sogenannten „Turnfehde“, bei der er mit seinen Karikaturen des Heiligsten und dem Turnziel gegen Friedrich Ludwig Jahn (wegen der Überbetonung des Deutschnationalen sowie des Körperlichen in der Bildung) Partei ergriff. In kirchlicher Hinsicht schloss er sich den Altlutheranern an. In seinem Buch Von der falschen Theologie und dem wahren Glauben betonte er gegen seinen Freund Friedrich Schleiermacher die Wichtigkeit des Geschichtlichen: Als "die Fundamentalwunder des Christlichen Glaubens" sah er "die Zeugung Christi durch den Heiligen Geist und seine Auferstehung".[4] Zum sog. "Jungen Deutschland" (z.B. Heinrich Heine) - das dabei war, die Romantik zu verdrängen - meinte Steffens:

"Die neue Poesie glaubte nicht an ein Jenseits. Die Erde sollte auf alle Fragen des Lebens Antwort geben; nur an den Tod glaubte man."[5]

Steffens war einer der Hauptvertreter der spekulativen Richtung der Naturforschung. Hervorzuheben ist seine Anthropologie.

Zu seinen dichterischen Arbeiten gehören Die Familien Walseth und Leith, Die vier Norweger und Malkolm. Sie zeichnen sich durch meisterhafte Naturschilderungen aus seiner nordischen Heimat aus.

Werke

  • Beiträge zur inneren Naturgeschichte der Erde, 1801
  • Grundzüge der philosophischen Naturwissenschaft, Berlin 1806
  • Geognostische geologische Aufsätze, Hamburg 1810
  • Über die Bedeutung der Farben in der Natur, in Runge, P. O.: Farben-Kugel, Hamburg 1810 (Volltext)
  • Handbuch der Oryktognosie, 4 Bände, Berlin 1811–1824
  • Turnziel, Breslau 1818
  • Die gute Sache, Leipzig 1819 (Digitalisat)
  • Karikaturen des Heiligsten, 2 Bände, Leipzig 1819–1821
  • Anthropologie, 2 Bände, Breslau 1824
  • Von der falschen Theologie und dem wahren Glauben. Eine Stimme aus der Gemeinde, Breslau 1823, Neuauflage 1831
  • Der Norwegische Storthing im Jahre 1824. Geschichtliche Darstellung und Aktenstücke, Berlin 1825 (Digitalisat)
  • Die Familien Walseth und Leith, 5 Bände, 1827
  • Die vier Norweger, 6 Bände, 1828
  • Malkolm, 2 Bände, 1831
  • Wie ich wieder Lutheraner wurde, Breslau 1831
  • Novellen. Gesammt-Ausgabe, 16 Bände, Breslau 1837–1838 (Digitalisat)
  • Christliche Religionsphilosophie, 2 Bände, Breslau 1839
  • Was ich erlebte, 10 Bände, Breslau 1840-1845 (Autobiographie)
  • Nachgelassene Schriften, Berlin 1846

Literatur

  • Werner Abelein: Henrik Steffens’ politische Schriften. Zum politischen Denken in Deutschland in den Jahren um die Befreiungskriege. (= Studien zur deutschen Literatur; Bd. 53). Niemeyer, Tübingen 1977, ISBN 3-484-18049-8
  • Ingetraut Ludolphy: Henrich Steffens. Sein Verhältnis zu den Lutheranern und sein Anteil an Entstehung und Schicksal der altlutherischen Gemeinde in Breslau. Evangelische Verlags-Anstalt, Berlin 1962
  • John Patrick Mikisch: Im Lichte des Nordens. Die Geschichte des Henrik-Steffens-Preises 1966-2003. Christians, Hamburg 2004, ISBN 3-7672-1401-6
  • Sibille Mischer: Der verschlungene Zug der Seele. Natur, Organismus und Entwicklung bei Schelling, Steffens und Oken (= Epistemata; Reihe Philosophie; Bd. 222). Königshausen & Neumann, Würzburg 1997, ISBN 3-8260-1331-X
  • Ingeborg Möller: Henrik Steffens. Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 1962
  • Otto Lorenz, Bernd Henningsen (Hrsg.): Henrik Steffens. Vermittler zwischen Natur und Geist. (= Wahlverwandtschaft - der Norden und Deutschland; Bd. 3) Berlin-Verlag Spitz, Berlin 1999, ISBN 3-8305-0000-9
  • Fritz Paul: Henrich Steffens. Naturphilosophie und Universalromantik. Fink, München 1973

Einzelnachweise

  1. Georgi Schischkoff (Hrsg): Philosophisches Wörterbuch. Kröner, Stuttgart 1991, Lemma Steffens.
  2. Hal Koch: Grundtvig. Leben und Werk. Aus dem Dänischen übersetzt von H. Winkler u. Victor Schmitz. Gustav Kiepenheuer, Köln u. Berlin, 1951, S. 15.
  3. Abelein: Steffens’ politische Schriften, S.18.
  4. Steffens: Von der falschen Theologie, S.27.
  5. Zit. nach Möller: Steffens, S.205.

Weblinks

Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890. Bitte entferne diesen Hinweis nur, wenn du den Artikel so weit überarbeitet oder neu geschrieben hast, dass der Text den aktuellen Wissensstand zu diesem Thema widerspiegelt und dies mit Quellen belegt ist, wenn der Artikel heutigen sprachlichen Anforderungen genügt und wenn er keine Wertungen enthält, die den Wikipedia-Grundsatz des neutralen Standpunkts verletzen.

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