Книга: Jean de LaFontaine «Fabeln»

Fabeln

Серия: "-"

Geistreich, witzig und sehr poetisch sind die ber&# 252;hmtesten Tierfabeln aller Zeiten, in denen der franz&# 246;sische Dichter die herrschenden Verh&# 228;ltnisse seiner Epoche versteckt kritisiert und die gro&# 223;en und kleinen Fehler und Freuden seiner Mitmenschen aufs Korn nimmt. Es ist das Jahrhundert des Sonnenk&# 246;nigs Ludwig XIV., die Zeit der absoluten Monarchie und einer streng hierarchisierten h&# 246;fischen Gesellschaft, und doch h&# 228;lt der aufmerksame Beobachter Jean de la Fontaine auch heutigen Lesern den Spiegel der Selbst und Welterkenntnis noch vor. Seine Weisheit ist wie eine Schule des Lebens. Diese Auswahl von&# 252;ber 80 Fabeln ist durchgehend illustriert mit Zeichnungen von Grandville.

Издательство: "Anaconda" (2005)

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Jean de Lafontaine

Jean de La Fontaine

Jean de La Fontaine (* 8. Juli 1621 in Château-Thierry (Aisne); † 13. April 1695 in Paris) war ein französischer Schriftsteller. Er gilt den Franzosen als einer der größten ihrer Klassiker und ist noch heute mit einigen seiner Fabeln jedem französischen Schulkind bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Schaffen

La Fontaine wurde 1621 geboren als Sohn eines bürgerlichen, aber mit seinen Chargen zum niederen Amtsadel zählenden Königlichen Rats (Conseiller du Roi) sowie Jagd- und Fischereiaufsehers (Maître des Eaux et Forêts), dessen Amt er 1658 erbte, aber nie regelmäßig ausübte und 1670 verkaufte. 1636 ging er nach Paris, um dort seine Schulzeit abzuschließen. 1641 begann er ein Theologiestudium im Predigerorden der Oratorianer, verließ den Orden aber am Ende der Probezeit 1643. Nach zwei mehr zweckfrei, wenn auch wohl mit viel Lektüre zu Hause in Château-Thierry verbrachten Jahren studierte er von 1645 bis 1647 Jura in Paris. 1647 ließ er sich mit der vierzehnjährigen Marie Héricart verheiraten, die ebenfalls aus bürgerlich-amtsadeliger Familie stammte und mit der er 1653 zwar einen Sohn haben sollte, aber offenbar nie eine engere Beziehung pflegte. Das Paar lebte nach der Heirat meist in Paris, im Haus eines Onkels der Ehefrau.

Von einer Berufstätigkeit La Fontaines in dieser Zeit ist nichts bekannt, außer dass er 1659 als zugelassener Anwalt am Obersten Gericht, dem Parlement, erwähnt wird. Aber auch als Autor war er offenbar nicht sehr aktiv, obwohl er in Literatenkreisen verkehrte. (Oder ist außer der 1654 verfassten Übertragung einer Komödie von Terenz nur nichts erhalten?) Erst 1658 konnte er ein fertiges eigenes Werk vorlegen, das kleine Epos Adonis, das er dem reichen und mächtigen Finanzminister Nicolas Fouquet widmete, zu dessen prächtigem kleinem Hof er über den Onkel seiner Frau Zugang erhalten hatte. In den nächsten Jahren (1659 bis 1661) schrieb er Gelegenheitsgedichte im Auftrag Fouquets und arbeitete an einem idyllischen Gedicht, Le Songe de Vaux (=der Traum von V.), dessen Schauplatz Fouquets neuerbautes Schloss Vaux-le-Vicomte war. Vermutlich datieren aus dieser Zeit auch schon die ersten der Fabeln, die ihn berühmt machen sollten.

1662 wurde La Fontaine in den Strudel hineingezogen, der um Fouquet entstand, als dieser plötzlich bei Ludwig XIV. in Ungnade fiel und inhaftiert wurde. Nachdem er vergeblich eine Fürbitte-Ode für Fouquet an den König gerichtet hatte, verzog er sich 1663 vorsichtshalber zusammen mit dem sich ebenfalls gefährdet fühlenden Onkel seiner Frau für ein paar Monate nach Limoges. Hier vollendete er die Nouvelles tirées de Boccace et d'Arioste: heiter-galante, manchmal gewagt erotische Verserzählungen nach Novellen von Boccaccio und Ariosto, die er 1664 erscheinen ließ und 1665 und 1666, mehrfach erweitert, als Contes et nouvelles en vers (Verserzählungen und -novellen) neu auflegte. Ebenfalls 1664 fand er Anschluss an Marguerite de Lorraine, die Witwe des turbulenten jüngeren Bruders von Ludwig XIII., Gaston von Orléans. Er wurde von ihr zu einem ihrer gentilshommes ordinaires ernannt (einer Art Edeldomestik) und wohnte bis zu ihrem Tod 1672 im Pariser Palais du Luxembourg – ohne seine Frau, die mitsamt dem Sohn nach Château-Thierry zurückgekehrt war.

In diesen vom Wirtschaftsaufschwung unter Minister Colbert und von der Offenheit des jungen Ludwig XIV. getragenen Jahren um 1665, die durch die 1667 beginnende, anfangs erfolgreiche Serie von Expansionskriegen gegen Spanien, Holland und das Deutsche Reich zunächst noch nicht verdüstert wurden, arbeitete La Fontaine an seinem Hauptwerk, den Fabeln, deren Stoffe und Motive er aus vielerlei Quellen bezog. Eine erste Ausgabe in zwei Bänden publizierte er 1668 unter dem Titel Fables choisies, mises en vers par M. de La Fontaine (=ausgewählte Fabeln, in Versform gebracht von L.F.). Sie enthält die meisten seiner heute aus Anthologien bekannten heiter-ironischen Stücke. 1669 erschien sein kleiner Roman Les amours de Psyché et de Cupidon (=die Liebe Psyches und Cupidos).

1672 wurde La Fontaine Dauergast im Haus der Bankierswitwe Mme de La Sablière, die einen der führenden schöngeistigen Salons von Paris unterhielt. 1674 schrieb er das Libretto zu der Oper Daphné, die Jean-Baptiste Lully vertonte.

1675 bekam er direkt zu spüren, dass der Wind in Frankreich sich zu drehen begann: Eine die gewagten Stücke bevorzugende Auswahl der Contes et nouvelles wurde nach dem Erscheinen verboten. Die 1677 und 1679 gedruckten Bände III und IV der Fabeln zeigen denn auch eine erheblich skeptischere Sicht des Autors von der Welt, insbesondere des Verhältnisses von oben und unten.

1683 inszenierte die junge Comédie-Française sein Stück Le Rendez-vous, das aber nur viermal aufgeführt wurde und nicht erhalten ist. Ebenfalls 1683 wurde La Fontaine in die Académie française gewählt, allerdings bestätigte Ludwig XIV., der inzwischen unter dem Einfluss der fromm gewordenen Madame de Maintenon stand, die Wahl erst nach längerem Zögern. Bei der 1687 die Académie spaltenden "Querelle des Anciens et des Modernes" gehörte La Fontaine zur Partei der "Alten", d.h. der Anhänger der Vorstellung, dass die Kultur der griechisch-römischen Antike unübertroffen sei und bleibe.

1691 versuchte er sich nochmals als Librettist für ein Singspiel, Astrée, das aber ein Misserfolg wurde. 1692 brachte er eine durchgesehene Gesamtausgabe der Fabeln heraus.

Ende 1692 erkrankte La Fontaine schwer und wurde danach fromm. Als 1693 Mme de La Sablière, die schon vor ihm fromm geworden war, verstarb, zog er in das Haus eines letzten Gönners, des Bankiers d'Hervart. Hier starb er, im Alter von 73 Jahren, nicht ohne sich vorher öffentlich von seinen ganz unzeitgemäß gewordenen Contes distanziert zu haben.

Er wurde auf dem Friedhof Cimetière des Innocents beigesetzt [1].

Werke

  • Adonis (1658)
  • Élégie aux * Contes et nouvelles (1665)
  • Fables (Premier Recueil) (1668)
  • Amours de Psyché et de Cupidon Recueil de poésies chrétiennes et diverses (1671)
  • Poème de la captivité de saint Malc (1673)
  • Daphné (1674)
  • Die Grille und die Ameise
  • Der Rabe und der Fuchs
  • Die 2 Maultiere
  • Die Stadtratte und die Feldratte
  • Der Löwe

Literatur

  • Jürgen Grimm: La Fontaines Fabeln. Wissenschaftl. Buchges., Darmstadt 1976, (= Erträge der Forschung; 57), ISBN 3-534-07128-X
  • Hermann Lindner: Didaktische Gattungsstruktur und narratives Spiel. Studien zur Erzähltechnik in La Fontaines Fabeln. Fink, München 1975, (= Romanica Monacensia; 10), ISBN 3-7705-1236-7
  • Jean de La Fontaine: Fabeln. Französisch/deutsch. Ausgewählt, übersetzt und kommentiert von Jürgen Grimm, Reclam, Stuttgart 1987, ISBN 3-15-001718-1
  • Gero Schäfer: Optimist und Pessimist am Krankenbett. Zu den Fabeln von Jean de La Fontaine. Tenner, Feuchtwangen 1993, (= Kölner medizinhistorische Beiträge; 61), ISBN 3-925341-60-9
  • Marie-Odile Sweetser: Parcours lafontainien. D'Adonis au livre XII des Fables. Narr, Tübingen 2004, (= Biblio 17; 150), ISBN 3-8233-6014-0
  • Arnulf Stefenelli: Die lexikalischen Archaismen in den Fabeln von La Fontaine. Lexikologische Bestandsaufnahme, Distribution und Funktionen, wortgeschichtliches Fortwirken. Andreas-Haller-Verl., Passau 1987, (= Passauer Schriften zu Sprache und Literatur; 1), ISBN 3-88849-250-5

Fußnoten

  1. Das Sterberegister der St. Eustache-Kirche präzisiert: "Le jeudi 14 avril 1695, deffunt Jean de La Fontaine, un des quarante de l'Académie Française, âgé de soixante-seize ans, demeurant rue Plâtrière, à l'hôtel Derval, décédé le 13 du présent mois, a été inhumé au cimetière des Saints-Innocents. Reçu 64 livres 40 sols …" (Maurice Levaillant: "Les tombes célèbres", 1926, Paris, Hachette), deutsch: "Am Donnerstag, dem 14. April 1695, ist weiland Jean de La Fontaine, einer der Vierzig von der Académie Française, sechsundsiebzig Jahre alt, wohnhaft rue Plâtrière, à l'hôtel Derval, verstorben am 13. des laufenden Monats, auf dem Cimetière des Saints-Innocents bestattet worden. Erhalten 64 livres, 40 sols …". Der Kirchenschreiber irrte sich im Alter und in der Schreibweise des Namens d'Hervart. Bei der Aufhebung des Friedhofs wurden die exhumierten Gebeine in die Pariser Katakomben überführt. Das später auf dem Cimetière du Père Lachaise errichtete Ehrengrab mit der Inschrift "La Fontaine" ist leer.

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Источник: Jean de Lafontaine

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