Book: Max Schwimmer «Leben und Werk»

Leben und Werk

Seit dem Tode Josef Hegenbarths sind fast zwei Jahrzehnte vergangen. Die erste Fassung dieser Monografie uber Leben und Werk erschien 1959. Der Kunstler war damals noch unmittelbar an der Auswahl und der Gestaltung des Buches beteiligt. Sein Streben war es, das spate Werk in dem Buch in den Vordergrund treten zu lassen. Jetzt, nach zwei Jahrzehnten, ist das Gesamtwerk Josef Hegenbarths erst uberschaubar. Viele Ausstellungen, Publikationen und die ausserordentlich ernste Nachlasspflege haben das ermoglicht. Der Autor kann deshalb in seiner Neufassung der Monografie das Werk ganz anders ausbreiten als 1959 unter dem Drang der Aktualitat. Er findet jetzt die rechten Proportionen zwischen dem Fruhwerk und dem Alterswerk Hegenbarths. Er verfolgt im gesam-ten kiinstlerischen Werk die einzelnen Phasen des standig eigentumlichen Stils. Er vermag neue biografische Tatsachen zu erschlieBen und letztlich Herkunft und Wirkung dieses Malers, Grafikers und Illustrators zu beschreiben. Auch die...

Издательство: "Verlag der Kunst" (1981)

Формат: 245x280, 256 стр.

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КнигаОписаниеГодЦенаТип книги
Skizzen per PostLeipzig steht nicht im Rufe einer Kunststadt. Trotzdem hausen genug Maler in den vierten Stockwerken, dem Licht am nachsten... Meist sind es Manner, die in irgendeinem burgerlichen Beruf ihr Brot… — VEB E. A. Seemann Verlag, (формат: 145x217, 90 стр.) Подробнее...1975220бумажная книга

Max Schwimmer

Max Schwimmer (links) und Conrad Felixmüller (1950)

Max Schwimmer (* 9. Dezember 1895 in Leipzig; † 12. März 1960 ebenda) war ein deutscher Maler, Graphiker und Illustrator.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Max Schwimmer wurde in Leipzig als Sohn eines Fabrikbuchbinders geboren. Er besuchte dort das Lehrerseminar. Im Anschluss war er mehrere Jahr im Schuldienst im erzgebirgischen Oberseyda und in Marienberg. Im Ersten Weltkrieg wurde er als Soldat eingezogen. Nach der Rückkehr aus dem Krieg begann er 1919 an der Leipziger Universität mit dem Kunstgeschichts- und Philosophie-Studium. In dieser Zeit liegen die Anfänge seiner künstlerischen Tätigkeit. Außerdem fand er Anschluss an die antibürgerliche Kabarett-Szene, die von Hans Reimann, Erich Weinert, Slang und Ringelnatz dominiert war. Er arbeitet für die Satirezeitschriften Die Aktion und Der Drache. Mit Hilfe Johannes R. Bechers gelang es Schwimmer, sich in der linken Kunstszene zu etablieren.

Nach einer Reise durch Frankreich und Italien begann Schwimmer die Lehrtätigkeit an der Kunstgewerbeschule in Leipzig. Nach der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten wurde er 1933 sofort aus dem Lehramt entlassen. Neun seiner Werke wurden als „entartete Kunst“ diffamiert und konfisziert.[1] Zwischen 1941 und 1945 wurde er erneut als Soldat eingezogen.

Nach Kriegsende trat er der KPD bei und erhielt 1946 eine Berufung als Professor und Leiter der Abteilung Graphik an die Staatliche Akademie für Graphische Künste und Buchgewerbe.[1] Dort war er von 1946 bis 1950 tätig. 1951 wurde er infolge einer gezielten Kampagne von seiner Tätigkeit entbunden. Am 29.Oktober 1951 wurde er offiziell an die Dresdner Hochschule für Bildende Künste als Leiter der Abteilung Grafik berufen, wo er bis zu seinem Tod 1960 blieb.

Am 23. März 1960 fand auf dem Friedhof Leipzig-Lindenau die Urnenbeisetzung statt.

Max Schwimmer zählt als expressiver Realist zu den bedeutenden Malern Sachsens aus dem vergangenen Jahrhundert. Er war seit 1952 Mitglied der Akademie der Künste zu Berlin.

Auszeichnungen

Werke

Zum im Besitz der Stadtbibliothek Leipzig befindlichen Nachlass des Künstlers zählen 72 Gemälde, 30 Gouachen, 1494 Aquarelle, 1880 Zeichnungen, 2335 Buchillustrationen. Darunter befinden sich 1267 Werke aus dem Besitz Ilske Schwimmers, der zweiten Frau Max Schwimmers.

Literatur

  • Briefe und Tagebücher. Herausgegeben von Inge Stuhr. Lehmstedt Verlag, Leipzig 2004, ISBN 978-3-937146-14-0.
  • Inge Stuhr: Max Schwimmer. Eine Biographie. Lehmstedt Verlag, Leipzig 2010.

Einzelnachweise

  1. a b Ernst Klee: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-10-039326-5, S. 561

Weblinks

Источник: Max Schwimmer

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