Электронная книга: Friedrich von Raumer «Geschichte der Hohenstaufen und ihrer Zeit. Bd 1»

Geschichte der Hohenstaufen und ihrer Zeit. Bd 1

Полный вариант заголовка: «Geschichte der Hohenstaufen und ihrer Zeit : 1 Band : mit 1 Kupfer, einer Karte und 2 Planen / von Friedrich von Raumer».

Издательство: "Библиотечный фонд" (1823)

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Friedrich von Raumer

Friedrich Ludwig Georg von Raumer (* 14. Mai 1781 in Wörlitz; † 14. Juni 1873 in Berlin) war ein deutscher Historiker und Politiker.

Friedrich von Raumer

Inhaltsverzeichnis

Leben und Wirken

Der Sohn des Kammerdirektors und Domänenpächters Georg Friedrich von Raumer (1755–1822) und der Charlotte de Marées aus Raguhn (1761–1811) sowie Bruder des Geologen und Geographen Karl Georg von Raumer (1783–1865) studierte nach dem Besuch des Joachimsthalschen Gymnasiums in Berlin Rechts-, Kameral- sowie Staatswissenschaften und Geschichte an den Universitäten von Göttingen und Halle an der Saale. Nach seinen Abschluss seiner Studien wurde Raumer im Jahre 1801 zunächst als Referendar sowie drei Jahre später als Assessor bei der kurmärkischen Kammer übernommen. Von August 1806 bis Mai 1809[1] folgte er einem Ruf als Leiter eines Departements der Domänenkammer zu Wusterhausen bei Berlin, bevor er 1809 als Regierungsrat nach Potsdam wechselte. Schließlich wurde Raumer im Jahre 1810 auf Veranlassung des Staatsministers Freiherr Karl vom Stein zum Altenstein in das Finanzministerium berufen, wurde aber wenige Monate später bereits in das Kabinett des Staatskanzlers Karl August von Hardenberg versetzt, den er auch auf mehreren Auslandsreisen begleitete.

Durch seine liberal-reformorientierte Haltung geriet Raumer immer wieder im Konflikt mit den jeweiligen Staatlichen Obrigkeiten und entschloss sich daher, aus deren Abhängigkeit auszusteigen und einen anderen Lebensweg einzuschlagen. Aus diesem Grunde promovierte er 1811 an der Universität Heidelberg zum Dr. phil. und wurde anschließend als ordentlicher Professor für Staatswissenschaften und Geschichte an die Universität Breslau berufen, die er in den Jahren 1818/19 auch als deren Rektor leitete. Zwischenzeitlich unternahm er in den Jahren 1815 bis 1817 mehrere Studienreisen durch Deutschland, in die Schweiz und nach Italien. Im Jahr 1819 folgte er einem Ruf an die Humboldt-Universität zu Berlin, wo er ebenfalls eine Professur für seine Fachgebiete übernahm. Darüber hinaus wurde er in den Jahren 1822/23 sowie 1842/43 auch zum Rektor der Hochschule sowie viermal zum Dekan der Philosophischen Fakultät gewählt. In diese Zeit fallen ebenfalls noch einige größere Studienreisen, wie beispielsweise die nach Frankreich (1830), England (1835), Italien (1839) und die USA (1844), deren Resultate er in besonderen Werken niederlegte. Ebenso war er eine Zeitlang Mitglied im preußischen Oberzensurkollegium, eine Aufgaben, die er jedoch im Jahr 1831 beendete. Raumer lehrte in Berlin bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1853, hielt aber anschließend noch bis kurz vor seinem Tod Vorlesungen.

Trotz seiner Lehrtätigkeit verlor Raumer seine politischen und gesellschaftlichen Ambitionen nicht aus den Augen und machte immer wieder mit provokanten Reden oder Aufsätzen auf sich aufmerksam. So durfte beispielsweise eine von ihm gehaltene Rede zum 25-jährigen Regierungsjubiläum König Friedrich Wilhelms III. im Jahre 1822, in der er sich für eine konstitutionelle Monarchie einsetzte, nicht gedruckt werden. Ebenso belegte man ihn 1828 mit einer Geldstrafe für seine Kritik an der preußischen Ständeordnung, versagte ihm 1832 auf Grund seines Aufsatzes „Polens Untergang“ ein erneutes Rektorat. Als er in einer Rede das Toleranzedikt Friedrichs des Großen zum Anlass einer Kritik am anwesenden König Friedrich Wilhelm IV. nahm, erregte dies heftiges Ärgernis, worauf Raumer aus der Preußischen Akademie der Wissenschaften austrat, der er seit 1827 als ständiger Sekretär der historisch-philosophischen Klasse angehört hatte.

Als Mitglied der Deutschen Zentrumspartei gehörte er 1847/48 der Berliner Stadtverordnetenversammlung an, war 1848/49 Angehöriger der Frankfurter Nationalversammlung und in dieser Eigenschaft 1848 Gesandter der Provisorischen Zentralgewalt in Frankreich sowie 1849 Mitglied des Gothaer Nachparlaments. Anschließend wurde er noch für einige Jahre in die Erste Kammer des Preußischen Herrenhauses gewählt.

Darüber hinaus engagierte sich Raumer seit 1823 in der renommierten Gesetzlosen Gesellschaft zu Berlin und war überdies von 1801 bis zu seinem Tode als Förderer eng mit der Sing-Akademie zu Berlin verbunden. Auch die Einrichtung öffentlicher Bibliotheken geht auf Impulse Raumers zurück.[2]

Vor allem durch seine Frühwerke, wie beispielsweise das ab 1829 erscheinende, von Raumer herausgegebene „Historische Taschenbuch“ oder das in den Jahren 1823 bis 1825 entstandene sechsbändige Werk „Die Geschichte der Hohenstaufen“, verschaffte sich Raumer einen hohen Bekanntheitsgrad. Jedoch lassen seine Arbeiten oftmals quellenkritische Aspekte vermissen und sie wurden auf Grund seines Erzählstils später unter anderem von Alfred Milatz in die negativ zu deutende Wertung einer „idealistisch-romantischen Geschichtsschreibung“ eingestuft. Vor allem einige seiner späteren Werke wurden dadurch kaum wahrgenommen und alsbald von Publikationen anderer Historiker überschattet.

Ehrungen

Neben der bereits erwähnten Mitgliedschaft in der preußischen Akademie der Wissenschaften war Friedrich von Raumer Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in München (1830), der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften in Stockholm, sowie der Akademien der Wissenschaften in Turin und Glasgow. Darüber hinaus wurde er zum Ehrenmitglied der Royal Society in London und des Gelehrtenausschusses des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg (1857) ernannt. Schließlich wurde er im Jahre 1863 noch mit dem Orden Pour le Mérite für Wissenschaft und Künste geehrt.

Familie

Friedrich von Raumer, Nachkomme aus der alten bayerischen und ab dem 17. Jahrhundert sächsischen Adelsfamilie von Raumer, war verheiratet mit Louise von Görschen (1785–1867), Tochter des anhaltischen Amtsherrn und Oberforstmeisters Otto Heinrich von Görschen aus der auf Auligk ansässigen sächsischen Linie der Familie von Görschen und der Sophie Louise Ackermann. Mit seiner Frau hatte er zwei Kinder, den späteren Geheimen Regierungsrat Hermann von Raumer (1812–1891), verheiratet mit Hertha von Zerboni di Sposetti, sowie die Tochter Agnes von Raumer (1814–1897).

Friedrich von Raumer ist ein Ehrengrab auf dem Dreifaltigkeitskirchhof II in Berlin-Kreuzberg gewidmet.

Werke

  • Sechs Dialoge über Krieg und Handel (1806).
  • Vorlesungen über die alte Geschichte (Leipzig 1821, 2 Bde.).
  • Über die geschichtliche Entwickelung der Begriffe von Recht, Staat und Politik (Leipzig 1826).
  • Geschichte der Hohenstaufen und ihrer Zeit (Leipzig 1823–25, 6 Bde.)
  • Über die preußische Städteordnung (Leipzig 1828).
  • Historisches Taschenbuch (Hrsg. 1.1830 - 4.F. 10.1869, Leipzig).
  • Briefe aus Paris zur Erläuterung der Geschichte des 16. und 17. Jahrhunderts (Leipzig 1831, 2 Bde.).
  • Geschichte Europas seit dem Ende des 15. Jahrhunderts (Leipzig 1832–50, 8 Bde.).
  • Beiträge zur neuern Geschichte aus dem Britischen Museum und Reichsarchiv (Leipzig 1836–39, 5 Bde).
  • Die Vereinigten Staaten von Nordamerika (Leipzig 1845).
  • Briefe aus Frankfurt und Paris 1848–1849 (Leipzig 1849, 2 Bde.).
  • Historisch-politische Briefe über die geselligen Verhältnisse der Menschen (Leipzig 1860);
  • Lebenserinnerungen und Briefwechsel (Leipzig 1861, 2 Bde.)
  • Handbuch zur Geschichte der Litteratur (Leipzig 1864 bis 1866, 4 Bde.).
  • Litterarischer Nachlaß (Berlin 1869, 2 Bde.).
  • Marie, Spreu und Friedrich II. im berliner Vormärz (Leipzig-Berlin 2011) ISBN 978-3-923211-92-0 pdf (Auswahlband)

Literatur

Einzelnachweise

  1. Lebenserinnerungen von Friedrich von Raumer, S. 95; abgerufen am 24. August 2010.
  2. Ausstellung zu Raumer und Öffentliche Bibliotheken

Weblinks

 Wikisource: Friedrich von Raumer – Quellen und Volltexte

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